Willkommen zum vierten Eintrag des Finanzielle Freiheit Tagebuches

Ok, ich habs verbockt…

Ich wollte eigentlich jeden Monat einen Beitrag schreiben und berichten, was sich so getan hat. Da sich aber in den Wochen nach dem letzten Beitrag nicht so viel spannendes im Amazon Kindle Business getan hat, lag das erst einmal auf Eis. Klar neue Bücher, aber der Prozess ist ja auch immer der gleiche.

Dann habe ich diesen Text hier am 5.12.17 geschrieben, wollte ihn dann nochmal etwas ändern…und er ist liegen geblieben. Und plötzlich ging alles durch die Decke und ich kam nicht mehr dazu, ihn fertigzustellen.

Tatsächlich ist seit dem so viel passiert, sodass ich jetzt grad nochmal von vorne anfangen konnte.

Also…einmal ganz von Vorne

Was ist seit dem letzen Mal passiert

Hörbücher

Im dritten Teil des Finanzielle Freiheit Tagebuches hatte ich ja bereits geschrieben, dass nun Hörbücher in die Produktion gehen sollen. Diese sind mittlerweile fertig und eines wurde Mitte Dezember veröffentlicht.

Das war anfangs erstmal ziemlich kompliziert an Sprecher heranzukommen und durch Aufnahme und Schnitt dauert die Produktion auch sehr viel länger als für ein Buch.

Auch die anschließende Veröffentlichung dauert deutlich länger. Während es bei einem Buch etwa 5-12 Stunden sind, sind es bei einem Hörbuch nochmal 10-14 Werktage, bis das Hörbuch dann verfügbar ist.

Allerdings sticht ein Buch, das auch als Hörbuch verfügbar ist, nun mal aus der Masse heraus. Daher hoffe ich, dass durch diesen zusätzlichen Aufwand auch die normalen Verkäufe noch einmal angekurbelt werden.

Soweit war der Plan.

Tatsächlich gingen ein Tag nach Veröffentlichung die Verkaufszahlen des Buches rasant in den Keller. Jetzt muss das natürlich nicht zwingend am Hörbuch liegen, sondern kann auch daran liegen, dass kurz vorher eine schlechte Rezension für das Buch abgegeben wurde. Trotzdem glaube ich, dass sich das auch ausgewirkt hat.

Denn: Amazon will jedem seine Audible Probemitgliedschaft aufdrücken. D.h. Wenn jemand auf Amazon nach einem Buch sucht, und dieses ist auch als Hörbuch vorhanden, zeigt Amazon die Hörbuchvariante und das quadratische statt dem rechteckigen Buchcover an. Ich selbst klicke da auch immer gleich auf ein anderes Suchergebnis, das mehr nach Buch aussieht.

Aber das ist nur eine Vermutung und wird sich bei dem nächsten Buch zeigen.

Was verdiene ich mit Hörbüchern?

Keine Ahnung. Die Auswertungen der Hörbücher sind ganz anders als die von Amazon, ich kann keine Preise festlegen und bekomme irgendwann 6 Wochen später mal eine Mail, dass ich Geld bekomme. Das ist noch ziemlich intransparent. Im Dezember habe ich jedenfalls für 6 Hörbuchverkäufe etwa 8 € erhalten. Das ist zwar nicht besonders viel, aber mal schauen wo das noch hinführt.

Buchverkäufe

Ich habe natürlich weiterhin Bücher produziert und veröffentlicht. Mittlerweile stehe ich bei 13 Büchern. Wenn du bedenkst, dass ich bis ende Dezember rund 30 Bücher veröffentlicht haben wollte, ist das doch eine miserable Leistung. Manchmal hatte ich einfach keine Lust an einem Buch weiter zu machen, da die Formatierung doch echt öde ist, mal wollte ich einfach nur zocken. Dann kamen noch Umzug und sonstige Späße dazu. Ende vom Lied: Ich habe weniger gemacht als geplant.

Dann kam der Januar…

Schon im Dezember haben die Verkäufe angezogen und ich habe mehrfach am Tag gecheckt ob ich wohl einen neuen Tagesrekord aufstellen werde. Die Kollegen im Büro haben dabei immer mitgefiebert. Das ist dann schon cool, wenn du mal sagen kannst „yeeess 15 Bücher heute“ und alle feiern 😀

Durch diese gesteigerten Verkäufe und die neuen Bücher konnte ich meine Einnahmen im Dezember  im Vergleich zum November etwa verdoppeln. Der Trend hielt mit den 50-100% Wachstum hielt also an und ich hatte Gewinne im mittleren dreistelligen Bereich.

Ende Dezember habe ich dann 4 neue Bücher in Auftrag gegeben und diese Anfang Januar veröffentlicht.

Da diese ja etwas Anlaufzeit nach dem Marketing brauchen, habe ich nicht groß in die Zahlen reingeschaut.

Ich sitze also an einem Abend vor dem PC, zocke etwas GTA und schaue nebenbei mal in KDP. Und was steht da?

Tageseinnahmen: 85€

Ich bin fast vom Stuhl gefallen, als ich gesehen habe, dass an diesem Tag über 40 Bücher weggegangen sind. Und dann nochmal, als ich den Bericht erweitert und festgestellt habe, dass das die letzten Tage auch schon so ablief. Ich hatte innerhalb der ersten Januarwoche mehr verdient als im gesamten Dezember.

Ich habe also erst einmal nachgeschaut um welche Bücher es sich denn handelt, und da kam die nächste Überraschung. Das meiste Geld kam von einem Buch, und zwar eines, das zwischenzeitlich bereits auf Seite 2 der Suchergebnisse abgerutscht war.
Vermutlich hat Amazon wieder einmal einen Newsletter zu einem Thema verschickt und mein Buch dort mit beworben. Jedenfalls ist es rasant auf einen der ersten Plätze geklettert.

Natürlich wird dieses Thema auch wieder abflachen, da alle Neujahrsvorsätze so langsam aufgegeben werden 😉 , aber bisher halten sich die Zahlen und steigen teilweise sogar weiter. Daher einfach mal schauen wie es sich entwickelt und weiter Bücher veröffentlichen.

Schlussendlich standen am 31. Januar 1748,60€ Einnahmen im meinem Konto. Und glaub mir, das ist ein eeecht geiles Gefühl.

Vor allem, da am 30.1 meine Reise nach Australien startete, löste das einen riesigen Geldsorgen-Stein vom Herzen. So konnte ich viel entspannter los.


Kleiner Exkurs zur Auszahlung: Anfangs fande ich es ziemlich bescheuert, dass Amazon das Geld erst 2 Monate später auszahlt, da ich so lange auf das Geld warten muss. Mittlerweile finde ich das aber sogar gut. Als Deutscher habe ich ja immer ein bisschen Problem mit der Sicherheit und festem Job usw. Bei einem Job kommt das Geld immer monatlich am selben Tag und ich kann planen. Bei der Selbstständigkeit schwankt der monatliche Geldeingang. Dadurch, dass aber Amazon erst 2 Monate später auszahlt, habe ich nun tatsächlich auch etwas Sicherheit, da ich weiß, wie viel Geld ich die nächsten 2 Monate erhalten werde. So habe ich mehr als genug Zeit nach anderen Einnahmequellen zu suchen, sollten die Verkäufe einbrechen und stehe nicht von jetzt auf gleich ohne Geld da.


Was habe ich bisher gelernt?

Wie Keywords in Titeln verwendet werden sollten

Ich habe es ja im letzten Artikel schon kurz geschrieben: Mein zweites Buch, das ich vor Monaten raus gebracht hatte, lief überhaupt nicht gut. Alle 2 Wochen gab es mal einen Verkauf, die anderen Bücher der Konkurrenz in der Nische hatten jedoch extrem gute Bestsellerrankings. D. h. diese werden sehr oft gekauft. Es musste also an meinem Buchtitel oder Cover liegen, denn die bisherigen Rezensionen waren auch alle in Ordnung.

Ich habe also einige Bekannte gefragt und außer mir fanden alle das Cover soweit ganz gut. Hm, ok… vielleicht liegt es am Titel.
Und tatsächlich, als ich es nochmal ansah fiel mir eigentlich direkt auf, dass die Keywords im Titel einfach nicht zusammenpassten. Damals „als ich noch neu war“ hatte ich die für gut empfunden, da sie viele Bereiche ansprachen, die mich interessierten und die die Leute wohl auch interessierten.
Jetzt mit, etwas mehr Erfahrung, kann ich allerdings klar sagen, dass die Keywords an sich zwar oft gesucht werden, aber überhaupt nicht zum Thema passten.

Nicht verstanden? Ok. Ich erkläre es dir hier direkt an meinem Buch. (Und nein, du sollst jetzt nicht auch in die Nische gehen und Konkurrenz stiften 😉 )

Mein Buch hieß: Investieren in Kryptowährungen – Online Geld verdienen und passives Einkommen durch Bitcoin und Co.

Welche Keywords stecken da drin?

  • Investieren in Kryptowährungen
  • Kryptowährungen
  • online Geld verdienen
  • passives Einkommen
  • Bitcoin

Alles Keywords die einzeln oft gesucht werden, nur passen Sie einfach nicht zu einem Buch. Denn jemand der ein Kryptowährungen Buch sucht, will möglichst viele Informationen zu Kryptowährungen. Wenn dann mehr der folgenden Begriffe im Titel stecken, macht das das Buch gleich interessanter:

  • Mining
  • Blockchain
  • ICO
  • Trading
  • Ripple

Chill mal, Alter

Als mein erstes Buch nicht mehr so oft gekauft wurde oder gar eine Woche die Verkäufe ausblieben war ich enttäuscht und dachte, das Buch hat seine „Haltbarkeit“ überschritten und ist jetzt nutzlos.

Ich habe es noch ein zwei mal mit Marketing Aktionen gepushed aber sehr viel hat das auch nicht mehr gebracht. Ich habe es also quasi liegen lassen.

Bis es dann, vermutlich durch einen Amazon Newsletter, beworben wurde, sich an die Spitze der Suchergebnisse gesetzt und mehr als je zuvor eingebracht hat.

Glaubst du nicht?

Starke KDP Verkäufe nach Stillstand

Wenn also dein Buch auch mal abflacht, versuche einfach ruhig zu bleiben. Ich kenne das, das ist nicht einfach und man schiebt etwas Panik was nun los ist. Aber du kannst eh nicht viel dran ändern und es kostet nur Energie. Treib vielleicht noch ein, zwei Rezensionen ein, bewirb es in Foren und gut ist. Wenn sich nach 2 Wochen immer noch nichts tut, kannst du wieder eingreifen, aber bleibe erstmal ruhig..irgendwie. Mach einfach neue Bücher und veröffentliche diese.

Wie geht es weiter?

Ich nun durch die Verkäufe mehr Kapital zusammen, um noch mehr Bücher zu produzieren und somit mehr Umsatz zu generieren. Denn ich liege aktuell immer noch deutlich hinter den erhofften Bücherzahlen zurück, auch wenn die Umsätze extrem gestiegen sind.

Da ich aber nicht weiß, wann diese wieder abflachen, heißt es immer weiter ranklotzen und neue Bücher produzieren.

Durch die gewonnene Freiheit in Australien möchte ich nun aber auch viel mehr Zeit in den Blog stecken, um Artikel und irgendwann vielleicht eigene Hilfsprodukte zu veröffentlichen.

Zusätzlich habe ich mit einem Partner zusammen zum 1.1.18 eine neue Firma gegründet, die wir nun aufbauen. Darüber werde ich auch noch berichten.

Zum Tagebuch

Ich habe mich entschieden, die Tagebuchserie ab jetzt einfach immer gegen Ende des Monats zu veröffentlichen. So weiß ich immer, wann ich etwas schreiben sollte und du weißt, dass du zum Ende jeden Monats immer etwas zu lesen bekommst.

Heißt das, dass jetzt immer nur ein Beitrag im Monat rauskommt?

Nein, keine Sorge. Es haben sich neue (verdammt große) Projekte ergeben, über die ich natürlich auch berichten werde.

 

Also dann, bis Ende Februar

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    1 Response to "Das ging jetzt irgendwie schnell – Finanzielle Freiheit Tagebuch #004"

    • Steffi

      Hi Dennis,

      sehr interessant dein Tagebuch, ich bin gespannt, wie es weitergeht und werde auf jeden Fall weiter mitlesen. Aus meiner Erfahrung heraus (als Webseitenbetreiber, nicht Ebook-Schreiberin), kann ich dir bestätigen, dass der Dezember grundsätzlich ein schlechter Monat ist, wenn es um`s Online Business geht. Die Leute sind einfach im (Vor-)Weihnachtsstress und haben andere Dinge zu tun, als auf Webseiten oder in Ebooks zu schmökern. Es sei denn, du hast etwas, was genau zum Thema passt („wie ich den Weihnachtsstress umgehe“), haha, das wär echt mal einen Versuch wert! Geschenkeseiten und Shops laufen natürlich auch im Dezember, aber alles andere?
      Dafür geht`s im Januar dann wieder richtig ab, die Leute holen sozusagen alles nach. Ist bei mir auch so.
      Bin gespannt, wie es bei dir weitergeht und drück natürlich die Daumen, dass der Aufwärtstrend anhält.
      LG, Steffi

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