Willkommen zum zweiten Eintrag des Finanzielle Freiheit Tagebuches

In diesem Beitrag erzähle ich dir, wie ich von der Idee, Geld mit Kindle Ebooks zu verdienen, zu meinem ersten eigenen Buch gekommen bin. Dabei geht es um die Nischenfindung, Ghostwriter, Angst vor Fehlern und schließlich um die Veröffentlichung.

Der Anfang ist wieder zögerlich

Wie du aus dem ersten Tagebucheintrag weißt, bin ich darauf gekommen, Ebooks über Amazon zu verkaufen. Das System dahinter ist Kindle Direct Publishing.

Jetzt wollte ich natürlich gleich loslegen, aber meine zögernden Charakterzüge kamen mir wieder dazwischen. Ich wollte natürlich keine Fehler machen. Es entstanden Fragen wie:

  • Über was soll ich denn überhaupt schreiben?
  • Kann ich ein ganzes Buch schreiben? Wie lang muss das denn sein?
  • Schaffe ich es, das alles outzusourcen?
  • Muss da wirklich mein Name drauf stehen? Das soll ja nicht jeder mitbekommen.

Und wieder habe ich erst einmal ein paar Tage mit lesen und recherchieren verbracht. Soviel also zum einfach mal anfangen.

Rechtliche Fragen

Da ich im Internet nicht so viele Informationen gefunden hatte wie erhofft, entschied ich mich, meine Fragen einfach Grigori Kalinski zu schicken. Durch diesen wurde ich schließlich erst auf das Ebook Modell aufmerksam. Da er seinen eigenen Kurs vertreibt, in dem er anderen das Ebook Business beibringt, hoffte ich, dass er entsprechendes Wissen besitzt und mir Antworten geben kann.

Wie es bei Experten öfter mal der Fall ist, rechnete ich damit, dass er mir nicht viel Auskunft geben wird und stattdessen auf sein Kurs verweisen wird. Falsch gedacht…

Am nächsten Morgen hatte ich eine Antwort auf meine Mail von Ihm. Da dich diese Fragen sicher auch betreffen, habe ich die wichtigsten Infos hier zusammengefasst.

1. Darf ich einfach so ein Pseudonym verwenden, um Bücher zu veröffentlichen?

Ja darfst du. Du solltest nur darauf achten, einen Namen zu wählen, zu dem Google nicht all zu viele Einträge findet. Nimm einfach diesen kostenlosen Namensgenerator. Bei den Namen kannst du auf „Bei Google suchen“ klicken und erhälst direkt die Ergebnisse. Ein Name hat keine Ergebnisse? Glückwunsch, du hast dein Pseudonym gefunden.

2. Wie mache ich das mit dem Impressum, wenn ich ein Pseudonym verwende?

Dort muss dennoch dein richtiger Name sowie deine Adresse erscheinen. Das Impressum muss allerdings nur vorhanden sein, d.h. du kannst es ganz an das Ende des Buches einfügen und mit einer sehr kleinen Schrift arbeiten.

Wenn du es unbedingt vermeiden möchtest, deine richtige Anschrift im Buch zu veröffentlichen, gibt es verschiedene kostenpflichtige Möglichkeiten, dies zu umgehen

Nachdem ich noch einige Mails mit Grigori hin und her geschrieben habe, entschied ich mich dazu, mir seinen Kurs zuzulegen. Im nachhinein betrachtet war das genau die richtige Entscheidung. Ohne Grigoris Anleitung hätte ich vermutlich noch immer kein Buch herausgebracht, da ich bei der Suche nach einem Ghostwriter verzweifelt wäre.

Richtiges Thema finden

Nachdem ich die rechtlichen Dinge geklärt hatte und beruhigt war, konnte es also endlich an das Buch gehen. Nur über was schreiben? Es muss auch ein Thema sein, dass die Menschen interessiert und das gekauft wird. Ich war ziemlich Planlos, da ich keines meines bisherigen Wissens als gut genug für ein spannendes und interessantes Buch hielt.

Also wieder Blogs, Youtube und Podcasts konsumieren, um herauszufinden, wie man Themen findet.

Hinweis: Ich arbeite an einer ausführlichen Anleitung darüber, ein Thema für ein Ebook zu finden. Sei gespannt.

Nachdem ich verschiedene Methoden gefunden habe, fing ich also an Amazon auf Keywords und Verkaufsränge zu durchstöbern. Manchmal bin ich sogar noch nachts um 3 Uhr mit einem Gedankenblitz aufgewacht. Diesen schnell auf meinen Block schreiben, der immer neben dem Bett liegt und dann wieder umdrehen. Am nächsten Tag wird die Idee dann überprüft.

Nach 3 Wochen des Zweifels und des Zögerns hatte ich dann eine Thema gefunden, das von der Konkurrenz und dem Verkaufsrang her einen guten Eindruck machte.

Da ich in dieser Nische noch ein bisschen bleibe und mir nicht selbst Konkurrenz erschaffen möchte, verzeih mir bitte, dass ich das Thema hier nicht nenne.

Ghostwriter finden

Für mich war klar, dass ich das Buch nicht selbst schreiben werde. Zum einen habe ich absolut keine Ahnung von dem Thema, zum anderen stand der Wanderurlaub mit einem Kumpel an.

Wie von Grigori empfohlen, suchte ich auf upwork.com nach meinem Ghostwriter. Es gibt zwar noch diverse weitere Plattformen auf denen du dir Texte schreiben lassen kannst, diese sind aber meist teurer. Da ein Ebook so um die 5000 Wörter haben sollte, macht ein Preis von 1ct pro Wort oder aber 2-3 Cent sehr viel aus.

Da ich ja erst einmal testen und kein hohes Risiko eingehen wollte, musste also ein Ghostwriter her, der für 1 Cent pro Wort schreibt.

Nach etwa 5 Tagen des Anschreibens und vielen Absagen hatte ich dann einen gefunden.

Mein Tipp an dich: Da der Ebook Markt derzeit immer bekannter wird und boomt, können es sich die Ghostwriter erlauben immer höhere Preise zu verlangen. Du wirst es schwer haben, noch einen für 1ct/Wort zu finden. Suche daher unbedingt auch auf anderen, weniger frequentierten Plattformen wie machdudas oder Textbroker

 

Gut, ich habe ihm also den Auftrag gegeben etwas zu meinem gewählten Thema zu schreiben. Da ich wie erwähnt auch nicht viel Ahnung von dem Thema hatte, habe ich ihm einfach die Freiheit gegeben drauf los zu schreiben, ohne große Vorgaben zu machen.

Text anpassen und formatieren

Etwa 5 Tage später erhielt ich eine Mail mit dem Text zurück. 20 Seiten, grob formatiert. Bereits beim ersten Durchlesen habe ich gemerkt, dass der Inhalt zwar ganz gut war, die Formulierungen und Kapitel aber keiner klaren Struktur folgten.

Zuerst war ich enttäuscht, aber da ich dem Ghostwriter kaum Vorgaben gemacht hatte, nahm ich das auf die eigene Kappe und hakte es als Lernerfahrung ab. Ich begann also, den Text selber etwas umzustrukturieren, Kapitel zu verschieben und Übergänge zu schreiben.

Nach etwa 3 Stunden Arbeit war ich mit dem Ergebnis zufrieden. Durch größere Schrift und sinnvoll gesetzte Seitenumbrüche kam das Buch nun auf etwa 40 Ebook Seiten.

Designer für das Cover finden

Der Text war fertig und nun musste ein Cover her. Eine der Aufgaben vor der ich am meisten Respekt bei diesem Projekt hatte. Ich selbst bin grafisch nicht sonderlich kreativ. Jetzt sollte ich dem Designer aber sagen, was er denn Designen soll…oh Gott. Keine Ahnung.

Wie Grigori in seinem Kurs geraten hatte, machte ich mich also bei Fiverr auf die Suche nach einem Designer. Nach ein paar Minuten entdeckte ich ein Angebot. 9€ für ein Ebook Cover, Taschenbuch Cover und ein 3D Modell des Buches, um es auf anderen Seiten zu bewerben.

Das klang nach einem sehr guten Angebot. Und wenn es nichts geworden wäre, wären 9€ auch kein Beinbruch gewesen.

Bisher hatte ich das Buch aber nur als Ebook Text formatiert und wusste aus Grigoris Anweisungen, dass es für ein gedrucktes Taschenbuch noch einmal anderer Formatierungen bedurfte und der Designer die genauen Cover-Abmessungen benötigt. Ich öffnete zuerst einmal wieder Word und begann mit der Arbeit. Nach einer Stunde hatte ich dann einen fertigen Taschenbuch-Text.

Zurück zu Fiverr: In der Bestellbestätigung musste ich Informationen zum Buch angeben und dann, oh je…wie man sich das Cover etwa vorstellt. Ich saß also erst einmal 20 Minuten vor dem PC und überlegte.

Gelöst habe ich es dann so: Ich habe dem Angebot die Cover der Bücher, die in der Nische gut verkauft werden,  2-3 Links zu Bildern die ich gut als Hintergrund fände und die Info, dass ich von Tuen und Blasen keine Ahnung habe und mich gerne überraschen lasse, beigelegt.

2 Tage später, ich lag gerade in der Sonne, eine Mail „Order delivered“. Nervös über das Ergebnis öffnete ich die Nachricht in Fiverr….

…. und war begeistert. Das Cover sah sehr professionell und Edel aus. Ein kurzer Check ob die Maße passen und dann bezahlen.

Tipp an dieser Stelle: Immer ERST das Cover auf Amazon hochladen und schauen ob die Maße passen, DANN den Auftrag als abgeschlossen markieren. Andernfalls hast du kein Anrecht mehr auf Korrekturen des Designers.

Falls du gerade in genau der selben Situation bist, keine Ahnung hast und Angst hast etwas falsch zu machen: Hier geht es zum Angebot von Les, das ich verwendet habe und seitdem immer wieder nutze. Wirklich zu empfehlen. Kein Affiliate Link, keine Provision für mich, nichts. Einfach als Geschenk von mir für dich 🙂

Veröffentlichen meines ersten Buches

Der Text für Ebook und Taschenbuch war fertig, die Cover waren beide fertig, jetzt wurde es ernst und das Buch musste veröffentlicht werden.

Innerhalb von 10 Minuten waren alle erforderlichen Daten in KDP eingetragen und die Dateien hochgeladen.

Dann der letzte Klick „Buch veröffentlichen“. Ich weiß, das klingt jetzt echt total übertrieben, aber ich war extrem aufgeregt. Plötzlich schossen wieder zig Fragen in meinen Kopf:

  • Steht alles drin?
  • Habe ich an alles rechtliche Gedacht?
  • Ist das Thema wirklich gut?
  • Mahnen mich morgen 10 Anwälte ab?

Ach was soll’s, wer etwas erreichen will, muss irgendwo anfangen. *Klick*

Prompt kam die Meldung von Amazon „Vielen Dank. Ihr Buch wird bearbeitet. Wir informieren Sie, sobald es veröffentlicht wurde“

Jetzt hieß es warten.

5 Stunden später kam die Mail. Mein Buch war online! Jetzt ging es also an das Marketing.

Aber das steht erst im nächsten Beitrag 😉 So viel sei gesagt, es sollte eine ziemliche Achterbahnfahrt der Gefühle auf mich zukommen…

4 Kommentare

  1. Hi Dennis … echt super dein Blog. Habe eine Frage: wie finde ich eine profitable Nische für mein Ebook? Du brauchst ja nicht deine Nische nennen … aber wie und wo würdest du hinschauen um eine gute Nische zu finden. Danke dir! Gruß Jo

    1. Hi Jo, (Wuuhuu, der erste Kommentar)

      grundsätzlich gibt es die 3 „Hauptnischen-Bereiche“ Gesundheit/Fitness/Ernährung, Dating und Business/Karriere/Finanzen. Wenn du eine von denen nimmst, hast du schon einmal gute Karten, dass sich das Buch gut verkauft.
      Dort kannst du dann einfach ein bisschen durch die Kategorien stöbern und wirst sehen, welche Buchtitel dort ganz oben stehen. Anhand derer kannst du dann ein Thema für dich ableiten und etwas in eine Nische gehen.
      Bsp: Low Carb Rezeptbücher. Jetzt gibt es davon schon Unmengen, aber sie verkaufen sich trotzdem alle recht gut. Jetzt gehst du hin, machst auch Low Carb Rezepte, aber um dich etwas in eine Nische zu begeben machst du etwa Low Carb Rezepte: Mittagessen in unter 10 Minuten. Für die Leute die es sehr eilig haben beim Kochen.

      Ich hoffe, das konnte dir weiterhelfen

      1. … ja das hat mir echt geholfen. Danke dir. Dein Blog ist sowieso sehr informativ und locker/ansprechend geschrieben. Kann ich nur weiterempfehlen. Noch eine letzte Frage. Ist halt alles neu für mich. KDP ist sicherlich eine gute Möglichkeit und Grigori wirbt ja auch dafür … aber warum nicht BOD? So viel ich weiß sind die Bücher auch über Amazon hinaus gelistet. Also warum ist für euch KDP die erste Wahl?. Oder liegt es an Tantiemen die ihr von KDP bezieht, was ja auch ok wäre. Danke für dein Feedback …!

        1. Freut mich, dass es dir hier gefällt 🙂
          Ich kam ja über Grigori zu diesem Modell und habe alles von ihm gelernt, da ist es einfacher, erst einmal genau wie er vorzugehen 😀
          Amazon ist einfach sehr weit verbreitet und fast jeder hat einen Account, daher kaufen Leute dort schnell mal etwas nebenbei, da es einfach schon so im Alltag verankert ist. Außerdem bietet KDP die Möglichkeit dein Buch kostenlos zu bewerben, das habe ich bei BOD nicht gefunden.
          Allerdings ist es auch gut möglich, dass ich später auf weitere Plattformen ausweite, wenn es gut läuft. Da werde ich dann aber sicher darüber berichten, wenn das passiert.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*