Willkommen zu meinem ersten Tagebucheintrag zum Projekt Finanzielle Freiheit.

In dieser Beitragsreihe möchte ich immer wieder darüber berichten, wie ich mir neben meinem normalen Job als Product Manager in einer Software Firma ein passives Einkommen aufbaue. Oder es zumindest versuche. Im diesem ersten Beitrag berichte ich, wie alles begann. Falls noch nicht geschehen, kannst du hier lesen, wer ich eigentlich bin.

Mein Ziel ist es, irgendwann durch ein eigenes Online Unternehmen genug zu verdienen, um davon leben zu können.

Ich habe erkannt, dass ich (wie viele andere dieser Generation) keine Lust habe, immer von 9 bis 5 in einem Büro zu sitzen und für etwas oder jemanden zu arbeiten, dessen Vision ich nicht voll unterstütze. Außerdem möchte ich ortsunabhängig arbeiten können, da ich in 25 Jahren noch nicht über den Rand des europäischen Kontinents hinaus gekommen bin und nun endlich etwas von der Welt sehen will. Hierfür eignet sich ein Online Business natürlich besonders gut.

Genau in dieser Zeit, zu der mir das klar wurde, bin ich auf einer Nachrichtenseite über einen interessanten Beitrag gestoßen (Ich finde ihn leider nicht mehr, sonst hätte ich ihn dir hier verlinkt):

Ein Päärchen, er war früher Müllmann in London, sie keine Ahnung, reist durch die Welt und macht beeindruckende Fotos. Die Fotos landen natürlich auf Instagram. Mittlerweile haben Sie 1,6 Millionen Follower und Agenturen wurden auf sie aufmerksam. Jetzt verkaufen Sie die Veröffentlichungsrechte ihrer Bilder an Magazine und Reisebüros für mehr als 3000$ pro Foto und finanzieren so ihr Leben und ihre Reise.

Erst wird hier weiter gelesen, nicht dass du dann in Fernweh versumpfst. Hier geht’s zu ihrem Profil. Ey, hier geblieben! Das Fenster ging im separaten Tab auf.

Wie Geil ist das denn? Dennoch war mir klar, dass sowas natürlich nicht von heute auf morgen klappt und die beiden da schon lange dran arbeiten. Jedoch ist es wohl definitiv möglich alternative Wege im Leben zu gehen.

Ich habe also im Februar 2017 damit begonnen mich umzusehen, welche Möglichkeiten es gibt, online Geld zu verdienen. Wenn du das auch schon einmal gemacht hast, weißt du bestimmt, was für merkwürdige Werbeanzeigen dann überall auftauchen. Riesen Versprechungen ohne Aufwand 3000€ zu verdienen, Online Umfragen die dich mit 3€ belohnen oder Mikro-Jobs über Apps, bei denen du die Speisekarten von Restaurants in deiner Nähe fotografieren sollst, um dafür mit 50 Cent bezahlt zu werden.

Alles nicht unbedingt die seriösesten und erfolgsversprechendsten Möglichkeiten.

Glücklicherweise finden sich aber auch immer wieder Ebooks, Blogs und Youtube Kanäle von anderen Personen, denen es genauso geht oder aber die sich bereits ein online Unternehmen aufgebaut haben.

Da ich ein sehr skeptischer Mensch bin und immer erst viele Details wissen möchte, war ich mehrere Monate lang damit beschäftigt, mich durch alles zu lesen was mir vor die Nase kam.

Nach und nach ergab sich eine Liste der verschiedenen seriös und lukrativ erscheinenden Möglichkeiten.

Meine Liste

  1. Nischenseiten
  2. Affiliate-Marketing
  3. T-Shirt Verkauf
  4. Fotos und Designs verkaufen
  5. Einen Blog betreiben und darauf Werbung schalten

Umso mehr ich gelesen habe desto interessanter wurden die einzelnen Möglichkeiten. Jedoch kamen auch immer mehr zweifel ob das so funktioniert und sobald eine andere Idee besser erschien war die auf einmal der Favorit.

Auf gut deutsch: Ideenhopping, also genau das, von dem alle Experten sagen, man soll es auf jeden Fall vermeiden.

Ich habe mir die einzelnen Möglichkeiten also nochmal genauer angeschaut. Und dabei einige Punkte berücksichtigt

Ich wollte:

  • Möglichst kein Kapital investieren
  • Relativ schnell erste kleine Ergebnisse sehen
  • Nicht erst eine Doktorarbeit dafür schreiben müssen

Nischenseiten

Dauern eine Weile zum aufbauen und bis man eine gute Platzierung erreicht, vergehen Monate. Da ich, um es mir selbst zu beweisen schnell Ergebnisse sehen möchte, war das aktuell nichts für mich.

T-Shirts verkaufen

Für den eigentlichen Start wird kein Kapital benötigt, da man einfach Designs erstellt und diese bei einem Print on Demand Anbieter hochlädt. Fertig. Das war also erst einmal optimal für mich.

Jedoch kam recht bald heraus, dass der Markt ziemlich übersättigt ist und der größte Anbieter (Amazon) nicht mehr jeden neuen T-Shirt verkäufer annimmt. Stattdessen muss man sich bewerben.

Das habe ich auch getan, bis heute jedoch nichts von Amazon gehört.

Es gibt noch weitere Print on Demand Anbieter wie z.B. Teezily. Jedoch muss hier Werbung geschaltet werden, um wirklich Verkäufe zu erzielen. Da das auch wieder mit viel Geld verbunden ist, war ich auch bei diesem Modell erst einmal ernüchtert. Es bleibt aber auf jeden Fall interessant und sollte sich hier etwas tun, halte ich euch auf dem Laufenden.

Blog betreiben

Einfach einen Blog über irgend ein Thema. Hierbei solle man am besten eine Nische nutzen, um wenig Konkurrenz zu haben. Da ich absolut Ideenlos war und nicht über irgend etwas schreiben wollte, war das auch eher nichts.

Fotos und Designs verkaufen

Angefacht durch den Beitrag über das reisende Päärchen und die Tatsache, dass ich selbst gerne fotografiere, klang auch diese Idee erst einmal super. Die Ausrüstung war vorhanden also braucht es kein Kapital.

Ich habe mich also auf 2 Plattformen angemeldet und ein paar Landschafts-Fotos der letzten Urlaube hochgeladen. Frei nach dem Motto: Einfach mal machen um anzufangen und nicht nur zu denken.

Die Motive können dort von Kunden auf verschiedenen Produkten wie T-Shirts, Tassen, Handyhüllen etc.  bestellt werden. Ohne Werbung und Traffic passiert auch hier jedoch nicht viel.

Allerdings war es ein Schub für mein Selbstbewusstsein, einfach weil ich wirklich mal etwas umgesetzt  und nicht nur gelesen habe. Aber um hier langfristig viel Geld zu verdienen, brauchst es tausende Motive und Designs. Da ich aber kein Designer bin, gestaltet sich das etwas schwierig, bahnbrechende Motive zu kreieren. Denn mal ehrlich..kaufst du eher Shirts mit Sprüchen oder mit Landschaftsfotos? 😉

Affiliate Marketing

Bei Affiliate Marketing brauche ich keine eigenen Produkte, dadurch ist auch der Anfang recht einfach. Allerdings benötigt man natürlich Traffic, also Besucher, die auf die Links klicken. Da wird die Sache dann wieder spannender. Um die richtigen Leute zu erreichen benötigt man Werbeanzeigen. Da das schalten von Werbung natürlich Geld kostet und ich darin noch keine Erfahrungen habe, wäre das auch eher eine Geldverbrennung. Da das System aber sehr interessant ist und für alle Parteien eine Win Win Situation darstellt, wenn es fair und transparent betrieben wird.

Du wirst also hier auf dem Blog auch auf Affiliate Links stoßen, mit denen du mich unterstützen kannst. Damit entsteht dir kein Nachteil, der Anbieter gibt mir lediglich eine Belohnung dafür, dass ich ihn empfohlen habe. Ich verspreche dir, dass du nur Affiliate Links vorfinden wirst, die ich wirklich für sinnvoll erachte und die nicht eingekauft sind.

 

Ergebnis: Alles auf Anfang

Keine der Modelle war also wirklich etwas, bei dem ich dachte: „Genau das! Damit klappt es“.

Ich stand also wieder am Anfang und habe weiter alles gelesen was sich interessant angehört hat.

Richtig interessant wurde es dann allerdings erst im Büro, als ein Kollege erzählte, ein Freund von ihm kaufe Handyhüllen in China und verkaufe diese über Amazon. Dabei macht er monatlich etwa 3000€ Euro Gewinn und arbeitet nur ein paar Stunden. Das wäre wohl irgendwas mit Amazon FBA.

Bei den drei Buchstaben musste ich aufhorchen, die waren mir in den vorangegangen Wochen immer öfter untergekommen, wurden jedoch immer von mir ignoriert. An dem Abend ging ich nach Hause und las noch etwa 6 Stunden über Amazon FBA.

Amazon FBA

Amazon FBA bedeuted „Fullfillment by Amazon“, grob übersetzt „Amazon kümmert sich um alles“. Hierbei kannst du als Einzelunternehmer auf Amazon als Händler auftreten. Du kaufst Waren irgendwo ein, lagerst sie bei Amazon ein. Bestellt anschließend jemand dein Produkt über Amazon, versendet Amazon deine Waren an den Besteller.

Genauere Infos zu Amazon FBA findest du in meinem Artikel über Möglichkeiten, Online Geld zu verdienen.

Da ich früher gerne viele PC-Spiele gespielt habe bei denen es um Handel und Wirtschaft ging, klang Amazon FBA hochinteressant. Alleine schon, weil ich sagen könnte „Ich betreibe ein Import- Export Geschäft“ und alle glauben würden ich wäre bei der Mafia.

Ich habe also 4 Wochen unzählige Youtube Videos, Blogbeiträge und Podcasts zu diesem Thema verschlungen.

In der Theorie eigentlich einfach: Produkt finden, Produkt in Asien einkaufen, hier lagern, gute Produktbeschreibung erstellen, verkaufen.

Umso tiefer ich in die Materie eintauchte, desto komplexer wurde es. Produktbestimmungen, Zölle, Haftung usw. Außerdem ist auch ein gewisses Kapital nötig, um die Waren und alle nötigen Codes nach Deutschland zu importieren. Mehrere Leute haben das zwar bereits mit nur 100 oder 500€ getestet, empfohlen werden aber 2000 bis 3000€ Einstiegskapital. Macht man hier Fehler, ist das Geld schnell verloren. Für mich als zögernde und auf Sicherheit bedachte Person nicht unbedingt die optimale Grundlage.

Während ich also lese und mich informiere, taucht irgendwo an der Seite ein Beitrag auf: „Geld verdienen mit Ebooks,“ irgend ein Student habe in 2 Monaten ein Einkommen von 2500€ aufgebaut.

Amazon Kindle Direct Publishing

Ich klickte also auf den Beitrag und las das Interview. Dieser Kerl, Grigori Kalinski, machte einen netten Eindruck und erzählte, wie er mit dem Verkauf von Ebooks Geld verdient. Man braucht weder viel Kapital, noch Reichweite, die Bücher verkaufen sich schnell und sehr komplex scheint es auch nicht zu sein.

Amazon FBA war wie weg geblasen. Die neue Hoffnung hieß Kindle Direct Publishing. (Da war das Ideenhopping wieder)

Die Recherche ging wieder von vorne los und ich verschlang vieles zum Thema Ebooks erstellen. Dabei bin ich wieder auf Grigori gestoßen, der einen Kurs anbietet, in dem er anderen beibringt Ebooks auf Amazon zu verkaufen.

Hinweis: Diesen Kurs besitze ich mittlerweile selbst, und habe dir einen Erfahrungsbericht zum Ebook Publishing Masterkurs geschrieben, für den Fall, dass dich das Thema auch interessiert.

Die Entscheidung war gefallen, der Verkauf von Ebooks sollte mich meinem Ziel näher bringen. Amazon FBA ist nach wie vor hoch interessant, wird aber erst angegangen, wenn mehr „Spielkapital“ zur Verfügung steht.Ich halte dich natürlich auf dem Laufenden, wenn sich da etwas tut.

Im nächsten Eintrag erzähle ich dir, wie ich mein erstes Buch erstelle und veröffentliche.

Stehst du auch noch ganz am Anfang und überlegst, welches Online Business etwas für dich ist? Oder du kennst ein anderes, das deiner Meinung nach noch viel besser ist? Schreib es in die Kommentare. Vielleicht kann ich dir helfen.

Bis dahin,
Dennis

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