Wie der Hamster anfing zu laufen

Am 18.7.2017 hab ich die Domain hamsterrad-aussteiger.de beantragt und wollte einfach mal nebenbei eine Seite starten, um mit Leuten zusammen zu kommen, die auch aus dem Hamsterrad aussteigen wollen. Einfach kein 9 to 5 mehr…irgendwie…

Wie diese Seite genau aussehen und funktionieren sollte war mir damals noch relativ unklar. Ich wollte einfach immer mal etwas schreiben, was vielleicht jemand anderem helfen kann. Heute betreibt ja gefühlt sowieso irgendwie jeder einen Blog. Natürlich war auch der Gedanke da, damit vielleicht später einmal Geld zu verdienen, um den Ausstieg aus dem Hamsterrad weiter voran zu bringen, oder zumindest die Hosting Kosten zu decken.

Tatsächlich sollte damit aber die spannendste Entwicklung in meinem Leben beginnen.

Hier kommt nun einfach mal ein Überblick, was sich seit Juli auf dem Blog und allgemein in meinem Leben getan hat.

Wie hat sich der Blog entwickelt

Naja, leider langsamer als geplant.

Ich dachte ich schreibe jeden Monat einen Finanzielle Freiheit Tagebuch Beitrag und mehrere andere Beiträge. Nach 6 Monaten habe ich nun 4 Beiträge und 2 Seiten. Ziel verfehlt.

Ist das schlimm? Ich denke nicht. Ich habe meine Zeit in andere Dinge investiert, die mir erst einmal mehr gebracht haben. z.B. das Amazon Kindle Business.

Tatsächlich ging dann alles schneller als gedacht, ich wollte etwas über das Kündigen des Jobs, das Organisieren der Reise und dabei aufkommende Gedanken und Emotionen berichten. Jetzt sind 6 Monate rum, ich habe nicht über eines davon geschrieben, sitze aber am anderen Ende der Welt und verdiene mein Geld online. Naja, wenigstens darüber kannst du ja im Finanzielle Freiheit Tagebuch etwas lesen.

Wie ist das so mit einem Blog?

Als ich angefangen habe, habe ich einfach mal drauf los geschrieben und niemandem im Bekanntenkreis davon erzählt. Irgendwie weiß es die ganze Welt, aber die Bekannten sollen es dann doch nicht erfahren. Paradox.

Die Besucherzahlen hielten sich immer so zwischen 3 und 5 am Tag, also nicht sonderlich viele, aber immerhin interessierte es irgendjemand, was ich zu sagen habe.

Am 18. November 2017 ,4 Monate nach dem Start, hatte ich morgens plötzlich eine Email, ich müsse einen Kommentar moderieren. Da hatte tatsächlich jemand kommentiert. Und es war der Jo, der Fragen zum Kindle Business hatte und seit dem immer ein treuer Leser und “Forderer neuer Artikel” ist.

Klar in Zeiten von Facebook und Instagram postet jeder seine Lebensgeschichte raus in das Internet, aber sich jemand für meine ganz eigene Webseite und das was ich darauf zu sagen habe interessiert, ist das tatsächlich ein echt geiles Gefühl.

So…musste einfach mal raus…

1 Monat später hat dann auch die Familie herausgefunden, dass ich eine Seite habe, war völlig aus dem Häuschen und hat es gleich ihren gefühlt 400 Bekannten erzählt.

Auch die Besucherzahlen sind mittlerweile deutlich angestiegen, sodass ich derzeit zwischen 50 und 150 Besucher pro Tag habe. Dafür, dass so wenig hier zu lesen ist, ist das finde ich verdammt viel.

Tatsächlich ist es nicht immer einfach, mich zum schreiben zu motivieren. Ich habe etwa 12 Artikel auf Entwurf, aber keiner ist so richtig fertig und braucht noch mehr Content. Aber nun habe ich ja Zeit und kann mich da wieder dran setzen.

 

Wie hat sich das alles auf mein Leben ausgewirkt

Viele neue Kontakte

Als die ersten Artikel fertig waren, habe ich natürlich auch mal angefangen ab und zu in Facebook Gruppen zu posten, um etwas Werbung für meinen Blog zu machen und Leser zu bekommen.

Dabei haben sich dann aus den zufälligsten Gründen neue Kontakte ergeben.

Zum Beispiel der Finanzblogger Vincent von freaky finance, der mir geschrieben hat, dass er das Kindle Business ziemlich interessant findet aber keine Zeit dafür hat. Daraus ergeben sich dann z.B. gegenseitige Hilfestellungen zu Zeitsparenden Tools. Heute bin ich in seiner Finanzcommunity und werde tagtäglich mit Unmengen an Know How über alternative Anlagemethoden versorgt.

Oder aber Jo, der erste der jemals einen Kommentar auf meinem Blog hinterlassen hat und immer heiß auf die nächsten Updates ist. Wir schreiben regelmäßig über Facebook, wie es in seinem eigenen Kindle Business läuft, da er auch angefangen hat. Falls du das liest, ruhig immer fragen 😉

Ganz wichtig natürlich Grigori Kalinski, von dem ich eigentlich nur ein Gastartikel für meinen Blog haben wollte, dann aber ins Gespräch kam und heute durch sein Wissen das KDP Business betreibe und rumreisen kann wie ich möchte.

Und der Florian muss auch noch erwähnt werden, den habe ich zwar nicht über den Blog sondern über das Kindle Business kennen gelernt, fällt aber auch in die Kategorie coole Kontakte. Auch keine Lust mehr auf das Hamsterrad, ist mit KDP schon erfolgreicher als ich und hat mir ganz nebenbei noch das neue Design für den Blog spendiert, das demnächst endlich mal Live gehen wird, sobald ich da mal zu komme.

Aber auch auf Partys, oder über Freunde ergeben sich immer wieder viele neue Kontakte, da einfach über andere Dinge gesprochen werden wie früher, dazu gleich mehr.

Interessantere Persönlichkeit

Wenn du nicht einfach nur im System hängst und deinen Job machst, sondern etwas aus dem Rahmen fällst, wirst du automatisch interessanter für andere.

Spätestens wenn auf Partys oder beim sonstigen Kennenlernen die Frage aufkommt “was machst du eigentlich beruflich”, bin ich danach erstmal Gesprächsthema Nummer eins. Und das ist nicht, weil ich irgendwie damit herum prahle oder ähnliches. Nein, ich versuche es meist sogar möglichst langweilig klingen zu lassen, damit ich nicht zum 100sten mal das gleiche erzählen muss. Es kommen nämlich IMMER dutzende Fragen und jeder will etwas wissen.

Es kommt sogar vor, dass sich dann Freunde von Freunden bei mir melden, sie hätten von xyz gehört ich mache da was mit Internet und so. Ob ich da mal mehr erzählen kann.

Für jemand, der früher immer eher ein ruhiger, zurückhaltender grauer Mäuserich war, ist das dann doch eine krasse Wende. Und natürlich stärkt diese Bestätigung durch andere auch jedesmal weiter das Selbstvertrauen und bringt mich noch weiter voran.

Auch die Themen über die ich mich unterhalte haben sich radikal verändert. Diese Erkenntnis hat mich auf dem Geburtstag eines Freundes erwischt.

War ich früher der, der von der Arbeit platt war und abends nur noch seichte Gespräche über lustige Stories, Spiele oder sonstiges nicht Gehirn-Beanspruchendes führen wollte, ist mir das jetzt zu doof.

Sehe ich auf einer Party Leute, die sich nur über Alkoholexzesse unterhalten, rede ich gar nicht erst mit denen. Stattdessen standen z.B. bei dem angesprochenen Geburtstag 4 stündige Gespräche über Immobilien und Anlageformen an. Manchmal erwische ich mich sogar, wie ich denke “du bist schon etwas arrogant geworden”, weil ich mich mit manchen Personen nicht unterhalten will, da mir das bisher gehörte zu flach war.

So komme ich dann aber immer wieder mit Leuten in Kontakt, die das gleiche erreichen wollen wie ich. Und diese sind es, mit denen dann die richtig interessanten Gespräche stattfinden. Und so kam ich auch zu meinem Geschäftspartner, mit dem ich am 1.1.18 ein neues Unternehmen gegründet habe.

Mehr Spaß am Leben

Klingt jetzt ausgelutscht, ist aber tatsächlich so. Dadurch, dass ich am 31.12.17 meinen Job aufgegeben habe, hatte ich viel Zeit für neue Business Ideen. Und da das Geld aktuell auch stimmt, kann ich einfach machen was ich will.

Es gibt keinen blöden Montag mehr, kein 5 Tage existieren, 2 Tage leben. Ehrlich gesagt muss ich immer erst einmal auf das Handy schauen, um raus zu finden, welcher Tag gerade ist. Zumindest in Melbourne haben alle Geschäfte nämlich auch Samstag und Sonntag ganz normal geöffnet.

Federation Square Arbeitsplatz des Hamsterrad-aussteigers

Ich sitze hier gerade in Melbourne in der City Library, draußen 35 Grad (Frauen in entsprechender Kleidung 🙂 ) und schreibe einen Artikel für meinen Blog, weiß wie viel Geld ich die nächsten Monate immer mindestens zur Verfügung habe, steigere dieses aber mit neuen Projekten und mache den ganzen Tag was ich will.

Ich mein, was soll ich noch sagen? Klar ist da auch Angst, dass die Zahlen einbrechen könnten, aber deshalb stehen ja auch neue Projekte bereit, die angegangen werden. Und notfalls geh ich eben ein bisschen Fruitpicking betreiben wie die anderen Backpacker.

 

Wie geht es mit “dem Hamster” weiter?

Jo fragt immer, wann es mit “dem Hamster” weitergeht. Irgendwie habe ich mir den Namen jetzt auch angewöhnt….

Was soll hier also in der nächsten Zeit passieren?

  • Endlich mal ein Logo haben
  • Das neue Design live schalten
  • Berichte über meine anderen Business Projekte neben Amazon Kindle Publishing
  • Artikel zu Persönlichkeitsentwicklung und anderen “Lebenstipps”
  • Eine Checkliste mit Tipps zum Aussteigen aus dem Hamsterrad, die ich so herausgefunden habe
  • Berichte über meine Reise
  • Irgendwann mal noch Videos
  • Eine Facebook Community für den Austausch gründen

Bis dahin, fleißig an deinen Zielen arbeiten.

Und vergiss nicht, dich hier noch einzutragen, dass du informiert wirst, wenn ich neue Artikel veröffentliche.

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    3 replies to "Rückblick auf 6 Monate Hamsterrad Aussteiger"

    • Finanzmixerin

      Hallo,

      Ich habe über Vincents Community hergefunden. Sehr interessant das alles.

    • freaky finance

      Moin nach Down Under!
      Sehr geil alles. Was hat es mit dem neuen Unternehmen auf sich?
      Bin jedenfalls such gespannt wie sich die Dinge bei dir weiter entwickeln werden 🙂

      Wünsche dir erstmal ne geile Zeit und freue mich auf weitere Artikel.

      Beste Grüße
      Vincent

      • hamsterrad-aussteiger.de

        Hi Vincent,
        das mit dem Unternehmen ist noch etwas geheim 😉 Wird aber natürlich auch berichtet, sobald es dann anläuft.

        Gruß nach Frankreich

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